Der 1. Fall der Thriller-Reihe OMEGA – Die letzte Instanz der “Autorin des Jahres 2025” Irene Dorfner
Vorwort
Der Begriff “Mensch” hat sowohl eine biologische als auch eine kulturelle und philosophische Dimension, die ihn von anderen Lebewesen unterscheidet und ihm eine einzigartige Stellung in der Welt verleiht. Es gibt Gesetze, Menschlichkeit und Mitgefühl. Wer sich nicht daran hält oder sie nicht besitzt, hat die Bezeichnung MENSCH nicht verdient.
Was macht man mit Menschen – wir nennen sie Subjekte – denen das Leben anderer nichts wert ist? Die kein Mitleid empfinden und kein Mitgefühl aufbringen? Die nur nach ihrem eigenen Vorteil streben, dafür Leid und Elend anderer in Kauf nehmen und sogar über Leichen gehen? Ich habe mit vielen Menschen gesprochen und die Antworten waren alle dieselben: Ekel, Abscheu und Ablehnung.
Und was empfindet man, wenn Verbrecher ihrer gerechten Strafe entgehen? Die aus unterschiedlichen Gründen selbst nach schwersten Verbrechen wieder auf freiem Fuß sind und ganz normal ihrem Leben nachgehen, als wäre nie etwas geschehen? In Deutschland nicht möglich? Doch, das ist möglich. Die Justiz ist oft machtlos, wenn sie manchmal nicht sogar dieses Treiben aktiv unterstützt. Verfahren werden durch teure Anwälte unendlich in die Länge gezogen, bis die Öffentlichkeit das Interesse verliert. Man findet Spitzfindigkeiten, die alles unendlich ausdehnen – und manchmal wird ein Schlupfloch für eine geringe Strafe oder gar einen Freispruch gefunden. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie Verfahren ablaufen können. Es ist nicht selten, dass Verhandlungen nicht so ablaufen, wie man es sich vorstellt. Angeklagte werden aus den unterschiedlichsten Gründen trotz ihrer Vergehen auf freien Fuß gesetzt. Oft liegt es nur an einem Verfahrensfehler oder einer versäumten Frist. Wer von uns hat nicht schon an einer Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung gezweifelt, in der der Angeklagte nach guter Prognose schon nach kurzer Zeit wieder entlassen wurde? Wer rümpft nicht die Nase über die Lebensgeschichte eines Angeklagten, die Jahrzehnte zurückliegt und mit der man versucht, die schlimmsten Verbrechen irgendwie zu erklären. Versteht mich nicht falsch. Es gibt Täter, die dermaßen neben der Spur sind, dass man keine andere Wahl hat, als sie in die Psychiatrie zu stecken und zu versuchen, sie zu therapieren. Aber wer von uns hat nicht schon davon gehört, dass Entlassene zu Wiederholungstätern geworden sind und unser aller Leben bedrohen? Denn es kann jeden von uns treffen, da dürfen wir uns nichts vormachen.
Viele denken, dass das eben so ist und man nichts gegen derartige Ungerechtigkeiten tun kann. Man stumpft ab und nimmt alles als gegeben hin. Wir sind empört und erschrocken, wenn man von einem solchen Fall hört. Noch mehr beschäftigt er uns, wenn er in der Nähe, in unserer Nachbarschaft stattfindet. Aber was macht das mit Menschen, die direkt betroffen sind? Deren Liebste Opfer sind und man mitansehen muss, wie ein Täter einfach so davonkommt? Wenn man erfährt, dass es einen Verfahrensfehler, eine versäumte Frist oder einen Deal mit der Staatsanwaltschaft gab? Wenn Umstände im Leben des Täters berücksichtigt werden, die nichts mit der Tat zu tun haben, aber die Strafe auf ein lächerliches Minimum reduzieren? Es gibt unzählige Gründe, warum ein Täter/eine Täterin nicht die verdiente Strafe bekommt. Wie geht man damit um? Einfach hinnehmen und versuchen, sich damit abzufinden?
Man kann etwas tun, wenn man entschlossen und mutig ist. Es gibt eine Gruppe, die sich um die schlimmsten Verbrecher kümmert und somit die Gerechtigkeit wiederherstellt. Selbstlos, sauber und zuverlässig werden Subjekte für immer vernichtet. Manche mögen es Mord nennen, was es in der deutschen Rechtsprechung auch ist, aber die Gruppe hat dafür keine Bezeichnung. Sobald die Schuld des Subjektes einwandfrei feststeht, die Gruppe darüber ausgiebig diskutiert hat und man sich einig ist, wird dieser Auftrag zuverlässig ausgeführt.
In Deutschland nicht möglich? Doch, auch das ist möglich.
Irgendjemand muss sich in besonderen Fällen um Gerechtigkeit kümmern, weil es sonst niemand tut.
Die Gruppe OMEGA
Es gibt einen Namen für die zusammengewürfelte Gruppe: OMEGA.
OMEGA ist nicht nur der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets und symbolisiert das Ende, sondern ist auch der Name einer Frau, die an der Spitze der Gruppe steht. Niemand kennt sie, niemand hat sie je gesehen. Ein direkter telefonischer Kontakt zu ihr ist nur wenigen Mitgliedern erlaubt. Omega ist vermutlich nicht ihr richtiger Name, aber einen anderen gibt es nicht. Omega ist nicht nur sehr gut informiert, sondern auch die Hauptfinanziererin der Gruppe, wobei die Mittel unerschöpflich scheinen. Omega entscheidet in letzter Instanz, nur sie allein kann ihr Veto einlegen. Und sie entscheidet auch, wer der Gruppe beitreten darf.
Die Mitglieder kommen aus ganz Deutschland und aus den unterschiedlichsten Berufen und Gesellschaftsschichten. Jeder ist hier gleich, niemand wird bevorzugt behandelt. Alle stehen auf einer Stufe und haben dasselbe Mitspracherecht. Sie bekleiden hohe Posten in der Justiz, arbeiten als Angestellte in Behörden, kommen aus ganz normalen Berufen, sind in Pension oder Rente. Viele sind Angehörige von Opfern oder sind selbst Opfer, einige sind sogar bei der Polizei. Dass die Mitglieder untereinander gut vernetzt sind, ist selbstverständlich. Die Gründe, dieser Gruppe beizutreten und hier mitzumachen, sind unterschiedlich. Was sie zusammenführt? Gerechtigkeit. Sie treten dort ein, wo die Justiz versagt. Man bereinigt Fehler, durch die Täter und Täterinnen mit einer lächerlich geringen oder ohne jegliche Strafe für schlimmste Verbrechen davonkommen. Es gibt sehr viele Gründe, warum ein überführter Täter/eine Täterin ohne Strafe davonkommt und weiter unbehelligt innerhalb unserer Gesellschaft lebt und somit für uns alle eine potenzielle Gefahr darstellt. Diese Gründe sind für die Gruppe zweitranging. Sobald die Schuld einwandfrei feststeht, worum sich qualifizierte Personen kümmern, und dem oder der Schuldigen keine gerechte Strafe widerfährt, kümmert man sich darum.
Für die Mitglieder gibt es ein Credo: absolute Verschwiegenheit. Man darf jederzeit einen Auftrag ablehnen oder aus der Gruppe austreten, das ist jedem selbst überlassen. Aber die Verschwiegenheit gilt für immer. Wer dagegen handelt, kommt auf die schwarze Liste. Noch niemals ist ein Mitglied wieder gegangen und noch niemals gelangte auch nur ein Wort nach draußen. Wie lange es die Gruppe gibt, ist nicht bekannt. Wer dabei ist? Eine Mitgliederliste gibt es nicht, so wie es nichts Schriftliches gibt. Man agiert im Stillen und vertraut sich gegenseitig bedingungslos. Nur so ist die Gruppe OMEGA erfolgreich.
OMEGA sorgt für Gerechtigkeit. Denn nicht nur Täter haben Rechte, auch Opfer haben eine Lobby – zumindest in dieser Gruppe.
Die Arbeit erforderte nicht nur einen hohen Zeitaufwand, sondern auch viel Geld. Das ist wichtig, denn man unterhält eine Einrichtung für traumatisierte Opfer am Starnberger See, die monatlich hohe Summen verschlingt. Ein weiteres Haus im schwäbischen Münsingen ist geplant und steht kurz vor der Umsetzung. Wie bereits erwähnt, wird die Gruppe vor allem von Omega finanziert. Darüber hinaus gibt es viele Spenden, die gerne und üppig von den unterschiedlichsten Quellen gezahlt werden. Es gibt Gönner, Unterstützer, Angehörige von Opfern und Anhänger aus allen Gesellschaftsschichten, die gerne ihren Teil dazu beitragen wollten, wenn sie persönlich nichts tun können. Dafür werden Galas, Konzerte, Sportveranstaltungen und vieles mehr veranstaltet. Finanzielle Probleme kennte die Gruppe nicht.</strong
Handelt die Gruppe OMEGA richtig? Das muss jeder für sich selbst entscheiden…








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